Samstag , 5 April 2025

Favoriten in der Saison 2020/21: Johannes Thingnes Boe und Dorothea Wierer gilt es zu schlagen

Wenige Tage vor dem Start der neuen Biathlonsaison stellt sich für viele Fans die Frage, wer denn in diesem Corona-Winter in die Favoritenrolle schlüpfen wird. Den packenden Zweikampf zwischen Johannes Thingnes Bø und Martin Fourcade wird es in dieser Saison nicht geben, da der Franzose seinen Rücktritt erklärt hat. Dorothea Wierer möchte den Gesamtweltcup verteidigen, aber mit den Damen aus Norwegen, Deutschland und Schweden wartet harte Konkurrenz.

Mit großer Spannung wird der Auftakt in den Biathlon-Winter in Kontiolahti (Finnland) am 28. November 2020 erwartet, wenn die Athleten erstmals unter realen Wettkampfbedingungen gefragt sind. In einem Einzel sowie einem Sprint können die Damen und Herren ihre Frühform unter Beweis stellen. Dabei dürfte es interessant sein, wer in diesen schwierigen Zeiten den besten Formaufbau betreiben konnte.

Foto: Andrei Ivanov

Favoritenrolle bei den Herren: Bø und wer sonst noch?

Bei den Herren befindet sich Johannes Thingnes Boe nach zwei Siegen im Gesamtweltcup in Serie automatisch in der Favoritenrolle. Ihm wird zugetraut, dass er eine ähnliche Dekade prägen könnte wie Martin Fourcade, der zuvor sieben Mal in Folge den Gesamtweltcup für sich entscheiden konnte. In den Vorbereitungsrennen präsentierte sich Boe noch wechselhaft in den Ergebnissen, aber der Trend zeigt mittlerweile beim Formaufbau nach oben.

Auf das spannende Duell zwischen Boe und Fourcade müssen die Biathlon-Fans leider verzichten, denn der äußerst erfolgreiche Franzose hat seinen Rücktritt vom aktiven Sport erklärt. Aus seinem Schatten heraus könnten die drei Franzosen Quentin Fillon Maillet als Gesamtweltcup-Dritter, Emilien Jacquelin und Simon Desthieux treten, die schon im vergangenen Winter angedeutet hatten, dass sie sich dauerhaft an der Weltspitze behaupten können.

Aus deutscher Sicht könnte Benedikt Doll als Vorjahres-Achter zu den Favoriten gezählt werden. Ihm fehlt allerdings über den gesamten Winter hinweg noch etwas die Konstanz. Arnd Peiffer und Johannes Kühn sind eher in der Außenseiterrolle. Ein großes Fragezeichen steht hinter Simon Schempp, der endlich einmal problemlos eine Vorbereitung absolvieren konnte, aber in den letzten zwei Wintern enttäuschte.

Dorothea Wierer will auch in der neuen Saison wieder angreifen – Foto: Andrej Ivanov

Favoritenrolle bei den Damen: Die Karten werden neu gemischt

Weniger eindeutig ist die Favoritenrolle bei den Damen. Dorothea Wierer startet als Titelverteidigerin in den Winter und könnte auch in der Saison 2020/21 eine zentrale Rolle spielen. Die norwegischen Damen gehören auf jeden Fall zur Weltspitze und schicken mit Tiril Eckhoff, Marte Olsbu Røiseland und Ingrid Landmark Tandrevold gleich drei Anwärterinnen auf den Titel ins Rennen. Den großen Sprung könnte in diesem Winter auch Hanna Öberg aus Schweden schaffen. Die mit Olympia-Gold und WM-Gold dekorierte Athletin ist mit ihren 25 Jahren mittlerweile an der Weltspitze angekommen.

Denise Herrmann und Franziska Preuß werden ebenfalls hoch gehandelt. Die DSV-Athletinnen konnten sich durch Erfolge in der vergangenen Saison in Szene setzen und landeten am Ende auf den Plätzen 3 beziehungsweise 6 im Gesamtweltcup. Angesichts dieser Platzierungen dürften sie mit höheren Ansprüchen konfrontiert werden.

Außenseiterchancen werden Julia Simon und Justine Braisaz aus Frankreich, Lisa Vittozzi aus Italien und der jungen Markéta Davidová aus Tschechien eingeräumt. Spannend wird er somit auf jeden Fall, der Biathlon-Winter 2020/21.

Denise Herrmann gilt als stärkste Athletin des deutschen Teams – Foto: Andrej Ivanov

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